SG Kalten Rhön siegt auf der "Blumenburg"


Bericht: Dennis König

Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit im Auswärtsspiel der Kreisoberliga. Mit etwas mehr Konzentration hätte der Ertrag auch um einiges höher ausfallen können. Konnte der FSV 48 Oepfershausen in der ersten halben Stunde noch einigermaßen mithalten, war davon in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen. Die Zuschauer sahen auf jeden Fall ein flottes Spiel mit vielen Torchancen. Auch die spielerische Komponente blieb dabei nicht auf der Strecke.

Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit im Auswärtsspiel der Kreisoberliga. Mit etwas mehr Konzentration hätte der Ertrag auch um einiges höher ausfallen können. Konnte der FSV 48 Oepfershausen in der ersten halben Stunde noch einigermaßen mithalten, war davon in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen. Die Zuschauer sahen auf jeden Fall ein flottes Spiel mit vielen Torchancen. Auch die spielerische Komponente blieb dabei nicht auf der Strecke.

Das Spiel begann etwas hastig mit der ein- oder anderen Unkonzentriertheit auf beiden Seiten, schöne Spielzüge waren anfangs Mangelware. Die Gäste waren bemüht, das Spiel zu gestalten. Oepfershausen beschränkte sich wie erwartet vorerst auf Konterspiel. In der 8. Spielminute war es Marcel König, der rechts am Sechzehnereck freigespielt wurde, sich den Ball zurechtlegte und abzog. Sein platzierter Schuss verfehlte das linke obere Eck nur knapp. Die Spielgemeinschaft versuchte weiterhin das Spiel zu ordnen und Torchancen herauszuspielen. Genau in dieser Druckphase wurde der Ball bei einem Einwurf in der Hälfte der Gastgeber verloren. Die Oepfershäuser spielten den Ball sofort nach vorne und Jugendspieler Patrick Arndt, der ein gutes Spiel machte, zog aus 16m Entfernung ab. Der Ball schlug unhaltbar im rechten unteren Eck der überraschten Gäste ein. Doch die Freude der Hausherren währte nicht lang, denn bereits 3 Minuten später egalisierte Robert Greifzu mit seinem dritten Freistoßtor in dieser Saison das Ergebnis. Sein Aufsetzer über die Mauer war für Torhüter Leutbecher nicht zu halten. Jetzt waren die Gäste wach und wurden auch im Mittelfeld immer überlegener. Es dauerte nur weitere 5 Minuten bis der Ball erneut im Netz der Gastgeber zappelte. Ein langer Ball von Robert Greifzu erreichte auf der rechten Seite Kevin Thamm, welcher das Spielgerät ins Zentrum auf Marcus Wezel spielte. Dieser umkurvte zwei Gegenspieler und steckte den Ball schließlich auf Torjäger König durch. Mit links abziehend ließ er Keeper Leutbecher keine Chance. Was in der 25. Minute folgte, war ein sehenswerter Angriff über die linke Seite der Rhöner. Wiederum war es Greifzu, der den Ball mustergültig auf Jonas Reder spielte, welcher zwei Gegner aussteigen ließ und uneigennützig auf Alexander Marschall ablegte. Sein Schuss verfehlte das Tor aber knapp rechts. Eine Minute später wurde der Ball in der Oepfershäuser Abwehr schwach geklärt, so dass erneut Marcel König per Schuss zum Abschluss kam, doch auch hier musste Leutbecher im Kasten nicht eingreifen. Auf der Gegenseite war es Stürmer Arndt, der einen Konter über das Tor von Thomas Kämmer schoss. In der 33. Minute kam Kapitän Robert Greifzu zu seiner zweiten Torchance. Seinen wiederum gut getretenen Freistoß hielt Jens Leutbecher aber in großer Manier. Vier Minuten vor der Pause war er dann aber zum dritten Mal machtlos. Kevin Thamm setzte an der Strafraumgrenze der Hausherren nach, konnte den Ball erobern, zog in den Strafraum und vollendete gekonnt zum 3:1. Und auch das 4:1 hätte noch vor der Pause fallen können, doch Alexander Marschall scheiterte in aussichtsreicher Position an Torhüter Leutbecher. Das 3:1 zur Pause war in gewisser Weise schmeichelhaft für den Gastgeber. Mit etwas mehr Konzentration auf Seiten der Gäste, hätten sie hier bereits höher führen können.

Die Minuten nach der Pause, schon ein paarmal die „Problemzeit“ der Spielgemeinschaft Kalten Rhön in der laufenden Saison, waren in diesem Spiel das „Sahnestück“. Sage und schreibe 5 klare Chancen konnten die Rhöner bis zur 61. Minute herausspielen. Das 4:1 durch Marcel König entsprang wiederum einem tollen Pass von Robert Greifzu auf Kevin Thamm. Dieser nahm den Ball an und mit und flankte perfekt in den Strafraum, genauer gesagt, auf den Kopf von Marcel König, welcher dem Torwart keine Chance ließ. Auch Chance Nummer zwei, drei und vier im zweiten Abschnitt ging auf das Konto des Kaltensundheimer Torjägers. Zunächst einmal war es der weit aufgerückte Fabian Weiprecht, der den Ball scharf von rechts durch den 5m-Raum spielte. Der Abschluss von Marcel „Eder“ König ging allerdings links am Tor vorbei. Zwei Minute später legte sich derselbe Spieler den Ball im Strafraum zurecht, bugsierte das Spielgerät aber über das Tor. Und auch sein Kopfball in der 57. Spielminute, nach einer mustergültigen Flanke von Alexander Marschall verfehlte das Tor rechts. Sein Sturmpartner Enrico Heim machte es 4 Minuten später umso besser. Nach einem kapitalen Fehler im Abwehrzentrum der Gastgeber, war es einmal mehr Marcus Wezel, der in der zweiten Hälfte viele Bälle erobern konnte, der den Ball auf Heim spielte, welcher zum 5:1 einnetzte. Danach verflachte die Partie zusehends. Die SG Kalten Rhön musste nicht mehr, Oepfershausen konnte nicht mehr machen. Einzig ein weiterer Konter über Patrick Arndt sprang als Entlastung heraus, der Schuss von Arndt konnte aber von Thomas Kämmer gut pariert werden. Auf der Gegenseite versuchte es Enrico Heim nach einer Flanke von Jonas Reder per Flachschuss, dieser wurde aber auf der Torlinie noch abgewehrt. Kurz vor Schluss noch einmal etwas Aufregung, als Kevin Thamm das 6:1 geschossen hatte, der Treffer aber wegen eines von Mitspieler Andreas Lotz fair zugegebenen Handspiels nicht gegeben wurde.

So endete eine, vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit einseitige Partie, die lediglich in den ersten zwanzig Minuten spannend war. Mit etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte die SG Kalten Rhön das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können. Schön war, dass die Spielfreude und das Herausspielen von Chancen - vor allen Dingen in der zweiten Hälfte - zu sehen waren und Lust auf mehr machten. Vielleicht haben sich ja die Greifzu/König Schützlinge das ein- oder andere Tor für die nächsten Spiele aufgehoben.